Auffanggurt

  • Ein Sicherungsgurt, der am Körper getragen wird, und somit Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ist.
  • Auffanggurte (oder auch Auffangwesten) müssen gemäß DIN EN 361 zertifiziert sein und mindestens einmal pro Jahr auf ihren Zustand geprüft werden.
  • In welchen Arbeitsfeldern sie Einsatz finden, regeln in Deutschland die berufsgenossenschaftlichen Vorgaben, etwa die verbindliche DGUV Regel 112-198 (vormals BGR 198) „Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz“. Hier ist zum Beispiel vorgeschrieben:
    • „Für diejenigen Versicherten, für die die Sicherung gegen Absturz zur Arbeitscharakteristik gehört, ist ein Auffanggurt zur Verfügung zu stellen, der dem Versicherten zur alleinigen Benutzung zusteht.“
  • Auffanggurte verfügen über einen D-Ring, an dem der Träger sein Verbindungsmittel befestigt und so eine Verbindung zur Anschlageinrichtung herstellt.
  • Auffanggurte leiten die bei einem Sturz auftretenden Kräfte über die Beinschlaufen zu den Oberschenkeln, um so massive Verletzungen an sensibleren Körperteilen zu vermeiden.
  • Außerdem halten Auffanggurte den Träger nach einem Sturz in aufrechter Position.
  • Kam ein Gurt tatsächlich einmal bei einem Sturz zum Einsatz, muss er ersetzt werden.
  • Auch in gut gewartetem Zustand ist er nach spätestens 8 Jahren nicht mehr zulässig und muss durch einen neuen Auffanggurt ausgetauscht werden.