Rechtliche Grundlagen

ASR A2.1

  • Die technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.1 „Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen“ konkretisieren die Anforderungen an das Einrichten und Betreiben von Ar­beitsplätzen und Verkehrswegen zum Schutz vor Absturz oder herabfallenden Ge­genständen sowie die damit verbundenen Maßnahmen bezüglich des Betretens von Dächern oder anderen Gefahrenbereichen.
  • Laut ASR A2.1 liegt bereits „[…] eine Gefährdung  durch Absturz […] bei einer Absturzhöhe von mehr als 1,0 m vor.“ Ebenso wie in den berufsgenossenschaftlichen Vorgaben ist auch in der ASR A2.1 eine Maßnahmen-Rangfolge festgelegt, nach der Kollektivschutz dem Einsatz individueller PSA vorzuziehen ist. Umwehrungen haben hier Vorrang vor Anschlageinrichtungen, wenn die baulichen bzw. betrieblichen Umstände dies zulassen.

 

BGG 906

  • Im BG-Grundsatz 906 sind die Rahmenbedingungen zum Thema „Auswahl, Ausbildung und Befähigungsnachweis von Sachkundigen für persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz“ definiert. Hier werden die Kriterien beschrieben, nach denen Personen befähigt sind, beispielsweise die jährliche Überprüfung und Kennzeichnung von PSAgA durchzuführen, also die Prüfung von Auffanggurten, Verbindungsmitteln, Karabinerhaken etc.
  • Die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV), Regeln (BGR) und Informationen (BGI) sind seit 2014 zu den DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschriften zusammengefasst. Daher haben sich die Bezeichnungen geändert. Der ehemalige BGG 906 heißt nun DGUV Grundsatz 312-906.

 

DGUV Grundsatz 312-906

  • Der DGUV Grundsatz 312-906 (vormals BGG 906) behandelt die Themen „Auswahl, Ausbildung und Befähigungsnachweis von Sachkundigen für persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz“.
  • Dieser Grundsatz ist die Basis für die Befähigung zur Ausbildung eines Sachkundigen, der die jährliche Überprüfung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) durchführen darf.
  • Diese regelmäßige Überprüfung ist laut Gesetzgeber und Genossenschaften vorgeschrieben, um eine einwandfreie und sichere Nutzung der PSAgA auch über längere Zeiträume zu ermöglichen.
  • In Einzelnen befasst sich der Grundsatz mit den Ausbildungszielen sowie der theoretischen und praktischen Ausbildung zum Sachkundigen für PSAgA.

 

BGI 5164

  • Die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV), Regeln (BGR) und Informationen (BGI) sind seit 2014 zu den DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschriften zusammengefasst.
  • Daher haben sich viele der bekannten Bezeichnungen geändert. Offiziell heißt die ehemalige BGI 5164 nun DGUV Information 201-056.

 

DGUV Information 201-056

  • Wie Absturzsicherungssysteme und Anschlageinrichtungen auf Gebäuden sicher und fachgerecht konzipiert werden, legt die DGUV Information 201-056 (vormals BGI 5164) „Planungsgrundlagen von Anschlageinrichtungen auf Dächern“ fest.
  • Hier werden für die Planung relevante Kriterien wie der absturzgefährdete Bereich definiert.

 

BGR 198

  • Die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV), Regeln (BGR) und Informationen (BGI) sind seit 2014 zu den DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Vorschriften zusammengefasst.
  •  Daher haben sich die Bezeichnungen geändert. Die ehemalige BGR 198 heißt nun DGUV Regel 112-198

 

DGUV Regel 112-198

  • Die DGUV Regel 112-198 (vormals BGR 198) macht verbindliche Vorgaben zur „Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz“.
  • Diese Regel listet übersichtlich auf, welche Bestandteile zur Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) gehören und wie sie gekennzeichnet und zertifiziert sein müssen.
  • In der DGUV Regel 112-198 wird auch festgelegt, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die erforderliche PSAgA zur Verfügung stellen muss.